Thiessow ist der südlichste Ort auf der Halbinsel Mönchgut. Der Ortsname stammt aus dem slawischen und bedeutet soviel wie "Eibenort". 1360 wurde der Ort erstmals erwähnt, als "Tyzow" an das Kloster Eldena bei Greifswald verkauft wurde. Wenn man von Idylle spricht hat jeder bestimmte Vorstellungen vor Augen. Im Ostseebad Thiessow mit seinem Ortsteil Klein Zicker braucht man diese Vorstellungen nicht, denn es ist wirklich so idyllisch, wie es selbst das intensivste Vorstellungsvermögen kaum projizieren kann. Urlaubstipps Rügen
Der gemütliche Ort inmitten des Biosphärenreservates Südost-Rügen offeriert unglaubliche Vielfalt und Ursprünglichkeit. An drei Seiten von Ostsee und Greifswalder Bodden berührt, vor naßkalten Nordwinden geschützt, von dichten Mischwäldern auf sanften Hügeln mit Salzwiesen, von Mohn, Kornblumen und wilden Margeriten eingerahmt sowie mit feinen weißen Sandstränden gesegnet. Die Vorzüge dieser idyllischen Landschaft haben bereits im 12. und 13. Jahrhundert zwei Herren erkannt, welche als die slawischen Fürsten Jaromar 1. & Jaromar 2. in die Geschichte eingingen und ihre Gefolgschaft auf die heutige Halbinsel Mönchgut führten und dort siedeln ließen. Die neue Umgebung bot beste Voraussetzungen, daß aus dem Völkchen kühne und streitbare Seefahrer wurden. Zeitgenössische Chronisten überliefern uns zahlreiche Kriegs- und Beutezüge. Die ewigen Raufereien führte bereits damals zu Substanzverlust und erbärmlichen Laktatwerten, erholsame Tage und Wochen taten also not, was wiederum so schwer nicht war, denn das vormittelalterliche Paradies lag quasi vor der Hüttentür. Was die slawischen Fürsten und deren Haudegen einst wieder so richtig auf die Beine brachte, kann modernen und postmodernen Zeitgenossen nicht abträglich sein und so empfing der urkundlich bereits 1630 genannte Ort anno 1850 seine ersten Badegäste.Auch heute noch ist für die Einheimischen der Tourismus Haupterwerbszweig, wobei der Camping- und Surfplatz vielen Urlaubern naturverbundene Erholung im wahrsten Sinne des Wortes bietet. Wasserski, Baden, Spaziergänge im Naturschutzgebiet „Südperd", der Bootsverleih für Tretboote, Angelsport am Zicker See oder das Kite-Surf-Vergnügen an den flachen Stränden sind nach wie vor bestens geeignet, den leeren „Akku“ wieder alltagstauglich zu befüllen. Neben Prerow auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ist Thiessow mit zwei extra ausgewiesenen FKK-Stränden anerkanntes Mekka für Anhänger und Liebhaber der Freikörperkultur. Strandfeste, Kurkonzerte, Tanzveranstaltungen, Kinderfeste und der jährlich stattfindende Thiessower Deichlauf setzen kulturelle und sportliche Akzente in dem sonst so ruhigen, beschaulichen und schmalen Landstrich. Und das mit dem schmalen Landstrich ist wörtlich zu nehmen, denn nirgendwo auf Rügen gibt es weniger Landmasse zwischen Ostsee und Bodden als auf der Landenge, wo sich heute das „Hotel Fürst Jaromar“ auf einem 8.800 Quadratmeter großen, parkähnlich angelegten Grundstück befindet. Neben dem Fremdenverkehr gehört der Fischfang zu den Haupteinnahmequellen der hiesigen Bevölkerung. Ein neuer Fischereihafen auf der Boddenseite sorgt für optimale Arbeitsbedingungen und wird auch gern von Freizeitskippern angelaufen. Vorausgesetzt, die Bootseigner oder Steuerleute haben die Einfahrt von der Ostsee in den Bodden gemeistert, denn wer hier nicht stramm nach Tonnenstrich fährt und die verlockende Abkürzung wählt, macht unweigerlich Bekanntschaft mit den steingewordenen Zeugnissen der jüngsten Eiszeit. Lange war Thiessow die Hauptstation des Lotsenwesen auf der Halbinsel Mönchgut. Noch vor knapp über 100 Jahren diente dort, wo heute der neue Thiessower Lotsenturm steht, das ausgediente Ruderhaus eines Schiffes als Orientierungspunkt für christliche Seefahrer. Im Jahre 1909 wurde der erste Lotsenwachturm seiner Bestimmung übergeben und war bis 1977 größtenteils rund um die Uhr besetzt. Danach fristete der Turm ein trauriges Dasein und verfiel im Laufe der Zeit. In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Wiederaufbau nach historischem Vorbild geplant und im April 2003 der Öffentlichkeit übergeben. Der neue Thiessower Lotsenturm ist heute nicht nur touristische Sehenswürdigkeit mit Aussichtsplattform und einer kleinen Ausstellung über das Lotsenwesen, sondern wird auch und als Sendemast von einem Mobilfunkanbieter genutzt. Von hier aus ist nicht nur im Frühling, Sommer und Herbst ein wunderschöner Ausblick über die Ostsee und die liebliche Boddenlandschaft garantiert. Spielen im Winter Wind und Wetter mit, bietet der Strandabschnitt zwischen Thiessow und Klein Zicker mit bis zu 4 Meter hohen Eisauftürmungen ein grandioses Naturschauspiel!
Wir danken der Redaktion des Altstadt Hotel zur Post in Stralsund für die Entwicklung der Informationen zur Region Rügen & Stralsund. Das Hotel selbst empfiehlt und betreibt Ferienwohnungen & Ferienhäuser auf Rügen und in Stralsund . So auch in Thiessow Linktipp: Hotels Hamburg |